Sonografie der Hüftgelenke bei Neugeborenen

Die Ultraschall-Untersuchung der Hüftgelenke

gehört zur Säuglings-Vorsorge. Sie wird erstmals beim 10 Tage alten Säugling oder im Rahmen der U3 durchgeführt, ist schmerzlos und bedeutet keine Strahlenbelastung. Je nach Befund muss sie ein- oder mehrmals wiederholt werden, falls das Ergebnis eine Behandlung notwendig macht. Die Untersuchung dient der Erkennung einer Unreife des Hüftgelenkes, die an einer fehlenden knorpeligen Ausbildung des Hüft-Pfannendaches sichtbar ist und während der späteren Entwicklung zu einer Auskugelung des Hüftkopfes mit schweren Gangstörungen führen kann. Die Ultraschall-Untersuchung dient aber auch der Erkennung kleinerer Unregelmäßigkeiten der Hüftentwicklung, die später Ursache für eine chronische Entzündung der Hüftgelenke (Coxarthrose) sind und daher frühzeitig behandelt werden sollten.

Die Behandlung der „Hüftgelenksdysplasie“

erfolgt mit einer über dem Strampler getragenen „Tübinger Schiene“ (siehe unteres Bild), welche die Nachreifung der Hüftpfanne durch Abspreizen des Gelenkes bewirkt, bevor das Kind zu Laufen beginnt. Bei rechtzeitiger Erkennung dauert die gesamte Behandlung mit der Tübinger Schiene meist nur 10-12 Wochen und wird vom Baby und den Eltern problemlos angenommen. Sie sollte jedoch konsequent durchgeführt und nicht ohne Zustimmung des Arztes beendet werden, da eine spätere konservative Behandlung nicht mehr möglich ist. Die Hüftsonografie bei Säuglingen wird ausschließlich von Dr. Locher durchgeführt. Es ist sinnvoll, dafür einen für Sie und ihr Baby günstigen Termin telefonisch zu vereinbaren.

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